Ein doppeltes Heimspiel

Die Stiere, wie hier Nikos Passias, erfüllten nach dem Benefizspiel wieder viele Autogrammwünsche. Foto: Barbara Arndt
Die Stiere, wie hier Nikos Passias, erfüllten nach dem Benefizspiel wieder viele Autogrammwünsche. Foto: Barbara Arndt

Für einen Wittenburger war es ein Heimspiel in doppelter Hinsicht: Alexander Geese, Co-Moderator der Mecklenburgre Stiere, hatte am Mittwochabend wohl zwei Herzen in seiner Brust. Natürlich fieberte er mit „seinen“ Stieren. Gleichwohl feuerte er im Duett mit Hallensprecher Heiko Stolp die Verbandsligisten der TSG Wittenburg an. Zum vierten Mal waren diese Gastgeber der meckpommGas-Promotionstour. Zusammen mit 350 begeisterten Zuschauern feierten die Handballer der Lindenstadt ihren Saisonabschluss. „Ein absolutes Highlight“, sagte André Heckmann, mit sechs Treffern erfolgreichster Werfer der TSG. Der spielerische Abschluss der zurückliegenden Saison ging zwar mit einem deutlichen Sieg der Mecklenburger Stiere zu Ende. 34:15 hieß es am Ende, aber das war den 350 begeisterten Zuschauern nicht so wichtig. Sie erlebten ein Handballspiel mit Tempo und einigen „Leckerbissen“.

Dabei begann es – erneut in Manndeckung – recht verheißungsvoll für die Gastgeber der zweiten Station des vom Tourpartner Stadtwerke Schwerin initiierten Benefizspiels. Die TSG-Handballer konnten bis zum 6:5 vor allem dank eines überragend haltenden Benno Pätzmann im Tor zunächst die Partie bestimmen. „Die ersten 20 Minuten waren wirklich sehr anstrengend. Wir haben um unsere Kondition kämpfen müssen. Glücklicherweise konnte gut durch gewechselt werden“, schätzt André Heckmann ein. Die zweite Halbzeit bot dann Gelegenheit, Spielzüge auf beiden Seiten zu vollenden und schönen Handball auf die Platte zu bringen. „Als Verbandsliga-Team haben wir uns ganz gut präsentiert. Vor allem die Kulisse war ein großer Ansporn“, so Heckmann.  Normalerweise säumen durchschnittlich 70 Gäste den Spielfeldrand bei den Ligapartien der Wittenburger. 350 begeisterte Handballfreunde waren am Mittwochabend vor Ort. Unter ihnen Bürgermeisterin Dr. Margret Seemann, die die Handballmänner ihrer Stadt lobte. „Das war spannend. Ihr habt klasse gespielt.“ Diesem Lob schloss sich auch der Vorsitzende der Landessportjugend, Stefan Sternberg, an.

Vor allem aber war es die gute Stimmung, die von dem Aufeinandertreffen der so unterschiedlichen Mannschaften ausging. „Die Halle war voll. Ich habe viel Zuspruch erfahren. Die Leute sind begeistert. Das ist doch eine wirklich feine Sache. Es fühlt sich verdammt gut an, für zwei Mannschaften da zu sein, deren meine Sympathie gilt“, so der gastgebende Moderator Alexander Geese. Auch TSG-Handballchef Bernd Greskamp liebäugelt schon mit der nächsten Auflage der Benefiz-Tour der Schweriner Stadtwerke. „Das Spiel war toll, die Aktiven haben uns eine Menge gegeben. Es ist toll, dass die Stadtwerke Schwerin uns diesen Abend ermöglichen. Wenn an einem Mittwoch 350 Leute in die Halle kommen, haben wir Großartiges geleistet.“ Der Verein freut sich zudem über die Unterstützung, die mit dem Tourstopp verbunden ist: 700 Euro gibt es für die Vereinskasse. Dazu einen Satz Trikots für die Jungs der D-Jugend. „Uns hat es wieder viel Spaß gemacht in Wittenburg. Wir freuen uns, die weitere Entwicklung der Nachwuchshandballer zu sehen“, so Unternehmenssprecher Aurel Witt, der mittelbar nach dem Spiel den Spendenscheck an Bernd Greskamp übergab. Sehr erfreut waren auch die Gewinner des Penalty-Werfens, die in der Halbzeitpause nach dem Aufritt der Tänzerinnen von „Dreamdancer“ gegen die Schlussleute der Stiere erfolgreich waren. Einer wird diese Männer und die anderen Handballstiere schon bald wiedersehen: Niklas Ehrlich aus der D-Jugend der TSG Wittenburg bekam am Mittwochabend zwei Freikarten für das nächste Heimspiel der besten Handballmänner Mecklenburg-Vorpommerns durch Stiere-Geschäftsführer Axel Schulz überreicht. Der Zwölfjährige wird mit seiner Begleitung und ganz sicher vielen Wittenburgern dann die Handballstiere in die neue Saison begleiten. (ba)

Mecklenburger Stiere: Heinemann, Wolff – Curcic 1, Pedersen 5, Grämke 4, Krutzky 3, Larisch 2, Marangko 4, Evangelidis 1, Zufelde 4, Aust 3, Passias 3, Pärt 3 + 1 Siebenmeter (durch TSG-Jugend)

 

TSG Wittenburg: Pätzmann, Schmidt – Koch 1, Heckmann 6, Stepan 3, Widdrus 1, Kögler 1/1, Koberstein, Trester, Kolberg, Jaklin 1, Greskamp 1 + Siebenmeter (durch TSG-Jugend)

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