Einen guten Einstand verpasst

Einen guten Einstand verpasst

Mecklenburger Stiere unterliegen beim Oranienburger HC 22:32

Oranienburg. Zunächst lief alles nach Plan, dann ging die Taktik nicht mehr auf. Die Handballstiere aus Schwerin mussten sich beim ersten Spiel der neuen Saison gegen den Oranienburger HC geschlagen geben. Und zwar deutlich.

Ohne Punkte, dafür mit einer herben 32:22-Niederlage kehrten sie am Samstagabend nach Schwerin zurück. Ein klassischer Fehlstart? „Nein, das würde ich so nicht sagen“, meint Stiere-Coach Danny Anclais. „In der ersten Hälfte lief es sehr gut. Die Abwehr stand. Dazu haben wir eine sehr gute Torwartleistung gesehen. Im Angriff hätte es noch mehr und bessere Aktionen geben können. Wir haben jedoch gezeigt, dass wir gewinnen wollen.“
Das spiegelte auch der Verlauf der ersten 20 Minuten wieder. Über die Spielstände von 1:3, 3:6 und 5:7 legten die Stiere vor. Die 789 Zuschauer wurden deutlich ruhiger, konnten dann aber das erfolgreiche Aufbäumen der Gastgeber erkennen. Über 8:8 und 12:10 erarbeiteten sich die Oranienburger bis zur Halbzeit einen leichten Vorsprung (14:12).

Mit Wiederanpfiff brachen die Stiere dann ein. „Wir haben einfach kein Bein mehr auf die Platte gekriegt. Was wir uns vorgenommen hatten, fand keine Umsetzung“, so Danny Anclais. Die Abwehr war keine Gemeinschaftsleistung mehr, der Angriff erschien zu schwach gegen das seit Jahren eingespielte und punktuell verstärkte Team von Gastgebercoach Christian Pahl. Dessen Mannschaft setzte nun zur Jagd an: Zwischen der 39. Minute (18:16) und der 46. (24:16) erzielten die Oranienburger sechs Treffer in Folge. Teilweise kamen sie von der Sechsmeterlinie frei zum Wurf, sodass auch der Schlussmann der Stiere keine Chance mehr hatte. In der Folge sollte der Abstand noch größer werden. Vom 26:18 zogen die Gastgeber auf ein 30:19 davon. Am Ende lag die Differenz bei zehn Treffern (32:22) und war damit einfach viel zu groß. „Das Spiel zu verlieren, wäre okay gewesen. In dieser Höhe sicher nicht. Aber nach dem ersten Spieltag sind bekanntermaßen noch längst nicht alle Messen gesungen“, sagt Betreuer Joerg Bär mit Blick auf die nächste Partie in der heimischen Kongresshalle am 11. September gegen Aufsteiger SV Beckdorf (Anpfiff: 16 Uhr). Coach Danny Anclais setzt auf das Potenzial seines Teams und will seine Linie konsequent weiterführen. „Wir haben uns mit Leuten verstärkt, die auch in der Lage sind, eine große Motivation zu versprühen und alle anderen mitzureißen. Das werden wir künftig noch viel mehr brauchen.“  ba

Mecklenburger Stiere:  Panzer, Kominek – Aust, Calvert 1, Curcic 1, Pedersen 3, Larisch, Evangelidis 4, Gutmanis 6, Zufelde 4, Prothmann, Marangko 3, Köhler

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