„Es war viel mehr drin!“

Bevan Calvert (hier in einem früheren Spiel) war erfolgreichster Torschütze der Stiere in Hannover. Archivfoto: Dietmar Albrecht
Bevan Calvert (hier in einem früheren Spiel) war erfolgreichster Torschütze der Stiere in Hannover. Archivfoto: Dietmar Albrecht

Eigentlich standen die Chancen gut, beim letzten Spiel dieses Jahres die geplanten zwei Punkte mit nach Hause zu bringen. Und vielleicht auch dem fehlenden Jan Grolla (Knieverletzung) ein Geburtstagsgeschenk zu machen. Den Handballstieren, die insbesondere zu Beginn der zweiten Halbzeit besser ins Spiel kamen und sich leicht absetzen konnten, fehlte am Ende nicht nur das Glück, sondern vor allem der Druck aus dem Rückraum, um den gewünschten Sieg einzufahren. Mit einer 31:28-Niederlage (17:16) verabschieden sich die Schweriner Handballmänner in die Weihnachtspause.
Nüchternes Fazit: „Es war viel mehr drin!“ Stiere-Coach Dirk Schimmler blickt auf eine Vielzahl technischer Fehler, die maßgeblich den Erfolg vereitelten. „Wir haben in den ersten 20 Minuten keinen wirklichen Zugriff in der Abwehr hingekriegt. Vorn lief es ganz gut. Das reichte jedoch nicht, um sich abzusetzen. So liefen wir stets etwas hinterher.“ Der sich abzeichnende ausgeglichene Halbzeitstand (16:16, 30.) erfuhr eine Sekunde vor Abpfiff noch eine Korrektur zum 17:16.

Zurück aus der Kabine kommend legten die Schweriner zunächst zu und gingen mit 19:21 (38.) und 20:22 (41.) in Front. „Wir haben jedoch klare Chancen vergeben. Gleich zwei Mal verfehlte der Ball das leere Tor. Die Hannoveraner setzten dann auf sieben Feldspieler und haben mit Geduld unser Spiel gestört. Auch, wenn der Angriff eigentlich ganz gut aussah – es fehlte zunehmend an Druck von hinten.“ Drei, vier Gegenstöße der Gastgeber mussten die Stiere einstecken. Zwölf Minuten vor Abpfiff legten die Gastgeber einen Drei-Tore-Lauf hin. Eine Vorentscheidung war das allerdings noch nicht. Die Gäste kämpften sich erneut heran (28:27, 57.) und ließen noch einmal Hoffnung aufkommen. Vergebens: Mit einer 31:28-Niederlage ging es zurück nach Schwerin.

„Das hatten wir uns anders vorgestellt. Zu einer wirklich runden Leistung fehlte letztlich auch etwas die Kraft. Krankheitsbedingte Ausfälle zeigten ihre Nachwirkungen“, schätzt der Coach ein. Viel mehr aber bemängelt Dirk Schimmler die fehlende Konstanz in der Spielplangestaltung. Es sei alles andere als leicht, vier Auswärtsspiele hintereinander zu absolvieren, die dann auch noch durch eine längere spielfreie Phase (drei Wochen) unterbrochen waren. Der Rhythmus gerät durcheinander, das sei schwer zu kompensieren. Mit Blick auf die nächste Saison mahnt Dirk Schimmler an, diesbezüglich mehr Einfluss geltend zu machen, um für Spieler wie heimisches Publikum eine gute, ausgewogene Abfolge der Partien zu ermöglichen. Aktuell steht der vierte Tabellenplatz nach wie vor für eine gute Saisonleistung der Mecklenburger Stiere, die am 7. Januar 2018 den HC Empor Rostock zum Derby erwarten. ba

Kominek, Heinemann – Curcic 3, Pedersen 7/4, Grämke 1, Prothmann, Larisch, Marangko 2, Evangelidis 1, Zufelde 4, Aust, Calvert 8/1, Pärt 2

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