Mit 18 Toren voraus zum Auswärtssieg

Erneut Grund zur Freude: Tobias Grämke erzielte in Werder sechs Treffer. Foto: ba
Erneut Grund zur Freude: Tobias Grämke erzielte in Werder sechs Treffer. Foto: ba

Handballstiere deklassieren SV Grün-Weiß Werder 15:33 (5:15)

Zugegeben, Werder war nicht der Angstgegner im dritten Saisonspiel der Handballstiere. Die Deutlichkeit des Sieges spricht allerdings für sich: Mit 15:33 sichern sich die Schweriner nicht nur zwei wichtige Punkte, sondern stellen ihr Leistungsvermögen ein Stück mehr unter Beweis. Sie machen Boden gut in der Tabelle. Platz 7, vor Liga-Favorit Handball SV Hamburg, der gegen Oranienburg überraschend beide Punkte lassen musste (33:21). Selbstvertrauen gibt es als Bonus für die Stiere oben drauf. Das Fazit nach diesem Spiel lautet jedoch: Es geht noch mehr! Denn ganz frei von Fehlern war der Tore-Rausch der Stiere nicht.

Liga-Neuling Werder hat von Anbeginn das Nachsehen. Nach zwei Heimniederlagen wittern die Männer um Silvio Krause bereits den nächsten Punktverlust. Die Stiere lassen den Gastgebern kaum Luft zum Atmen. Schlag auf Schlag, Tor um Tor bauen sie ihren Vorsprung aus. Vor 199 Zuschauern, davon rund 40 lautstarken Fans aus Schwerin, legt Bevan Calvert vor (1., 0:1). Marko Curcic setzt nach (3., 0:2). Werder kommt kurz heran, Tore von Tobias Grämke und Teo Evangelidis weisen die Richtung. In der 12. Minute (noch einmal Grämke, dann Pedersen per Siebenmeter, 17., 3:7) beginnt der Lauf. Erneuter Siebenmeter für Schwerin – in der 20. Minute steht es bereits 3:10. Die Stiere sind warmgelaufen. Mit 5:15 geht es in die Kabine.

„Wir waren gut auf die Partie eingestellt, insbesondere, was die Abwehr betraf. Die intensive Videoanalyse hat sich ausgezahlt“, schätzt Stiere-Coach Danny Anclais ein. „Die Männer haben sich an die Absprachen gehalten und unsere Vorgaben sehr gut umgesetzt. Da bin ich schon zufrieden.“ Auch mit der ausgeglichenen Verteilung der Treffer kann der Trainer zufrieden sein. Zehn von zwölf Feldspielern netzen ein, obwohl die Werderaner konsequent versuchten, Mathias Mark Pedersen und Johannes Prothmann durch Manndeckung kaltzustellen.

Nach Wiederanpfiff geht der Torhagel der Stiere weiter: Tobias Grämke, Magnus Aust und Valdis Gutmanis nutzen ihre Chancen. In der 40. Minute sind die Stiere mit elf Toren in Front. Magnus Aust, beim Heimspiel noch ohne Torerfolg, verwandelt zwei Mal hintereinander. In der 47. Minute allerdings erwischt ihn ein Foul: Werders Florian Schugardt sieht Rot, Aust muss behandelt werden. Es bleibt glücklicherweise bei einer Prellung. 13 Tore Vorsprung sind es bis zur 54. Minute. Kay-Peter Larisch (drei Tore) und Bevan Calvert bauen das Polster auf 17 Treffer aus. Mateusz Przybylski vollendet in der 60. Minute zum Endstand von15:33. Mathias Mark Pedersen und Bevan Calvert überzeugen während der gesamten Partie vom Strafpunkt. Unbedingt erwähnenswert ist die Leistung der Stiere-Keeper. Bis in die zweite Hälfte hinein wehrt Janis Kominek ein weiteres Mal mit sehenswerten Paraden etliche Torchancen der Gegner ab. Auch Ariel Panzer zeigt Klasse und pariert gleich drei Siebenmeter in der zweiten Hälfte. Die Stiere platzieren sich mit ihrer Leistung vom Samstagabend in der vorderen Tabellenhälfte. Zum nächsten Auswärtsspiel reisen sie am 24. September zum OHV Aurich. Teil zwei im Marathon mit insgesamt vier Auswärtsspielen in Folge.  ba

Kominek, Panzer – Curcic 2, Pedersen 4/3, Grämke 6, Prothmann 1, Przybylski 1, Larisch 3, Köhler, Marangko, Evangelidis 3, Aust 4, Gutmanis 3, Calvert 6/2

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