Besserer Auftritt kam zu spät

Zwei Timeouts in Halbzeit 1 langten nicht, um die Stiere frühzeitig wieder in die Spur zu bringen. Archivfoto: Dietmar Albrecht Mecklenburger Stiere unterliegen HSV Insel Usedom 40:37 (20:15) Das war nichts, zumindest in der ersten Halbzeit. Nach einem brauchbaren Einstieg bis zur 12. Minute (7:6) stiegen Handballstiere offensichtlich aus dem Spiel aus. In sieben Minuten gestatteten sie ihrem Gastgeber in der lautstarken Pommern-„Hölle“ in Ahlbeck einen 7:0-Lauf (13:6, 19.). Die Insulaner traten erwartungsgemäß robust auf, präsentierten eine gute junge Verstärkung im Tor und ließen einfach nichts anbrennen. Die Schweriner Handballer brachten hingegen zu viele technische Fehler in den Spielverlauf ein, ließen den Zug zum Tor vermissen und taten sich in der Abwehr schwer. Es gelang Trainer Michael Gutsche trotz zweier Auszeiten nicht, die Mannschaft in die Spur zu bringen. Der Halbzeitstand von 20:15 entsprach so gar nicht den Hoffnungen, welche die Stiere an diese Spitzenpartie geknüpft hatten. Nach der Kabinenansprache von Michael Gutsche sah die Welt dann schon anders aus. Die Stiere packten ordentlich zu, erschwerten den Hausherren den Weg zum Tor. Selbiges hatten nun die Schweriner auf der anderen Seite besser im Blick. In fünf Minuten glichen sie den Spielstand aus (21:21, 37.). Erneut war Malte Runge, mit zwölf Treffern erfolgreichster Werfer der Schweriner Mannschaft, sicher an der Straflinie und verwandelte seinen vierten Siebenmeter.Die Schweriner, nun endlich in der Partie angekommen, gaben den mitgereisten Fans Hoffnung auf einen positiven Ausgang der Partie. Doch eine Viertelstunde vor Abpfiff ließen sie sich erneut die Butter vom Brot nehmen. Usedom zeigte mehr Biss und den Willen, die Position hinter dem ungeschlagenen Tabellenführer LHC Cottbus zu festigen. Das gelang am Ende, weil die Gäste den Anschluss nicht mehr herstellen konnten. Die neue Woche beginnt mit Dingen, die auszuwerten sind. Weiter geht es dann mit der Vorbereitung auf das nächste Heimspiel. Am Sonntag empfangen die Handballstiere die Mannschaft der SG OSF Berlin. Anpfiff in der Sporthalle Hamburger Allee 240 ist um 16 Uhr. Raatz 1, Sarrach – Runge 12/4, Fröbel, Wolf 2, Präckel 3, Ivanytsia, Leśniak 4, Lübbert 2, Kortstegge 3, Müller 3, Schwaß 3, Åtting 4

Viele Tore bei einem guten Spiel

Ein schönes Spiel, ein verdienter Sieg: Die Stiere hatten allen Grund zum Jubeln. Foto: Dietmar AlbrechtMecklenburger Stiere gewinnen gegen TSG Lübbenau 63 mit 41:31 (22:15) Zufrieden waren sie, die Zuschauer. „Das war ein schönes Spiel!“ schwärmten sie schon beim Verlassen der Halle. Die Mecklenburger Stiere gönnten sich eine Viertelstunde als Einstieg für ein nachfolgendes Angriffsfeuerwerk, das in der Umsetzung nun fast gar nichts mehr zu wünschen übrig ließ. Mehr als Dreiviertel der offensiven Aktionen führten zum Torerfolg. Grund zum Jubeln allemal, aber wirklich auch Grund zur Freude über geduldiges Agieren, konsequentes Umsetzen des Matchplans und wahre Spielfreude. Es lief einfach, konnte auch Michael Gutsche als Coach seinen Männern attestieren. Der Trainer sieht allerdings durchaus Handlungsbedarf in der Abwehrarbeit. Nach dem 9:9 in der 15. Minute schalteten die Gastgeber einen Gang hoch und setzten sich bis zum Pausenpfiff auf ein komfortables 22:15 ab. Auch nach Rückkehr auf die Platte hatten die Gäste aus dem Spreewald nur wenig Chance, den Stieren in wechselnder Formation ernsthaft Paroli zu bieten. Die Schweriner konnten über die gesamte Breite, und auch wieder mit den genesenen Lubomir Ivanytsia und Daniel Leśniak in ihren Reihen, sozusagen ihr Ding machen. Und das, wie schon angemerkt, machten sie richtig gut. Glückwunsch zum wohlverdienten Sieg und zu vielen Toren, die letztlich dazu beitragen, dass ob der für die Stiere guten Differenz ihnen aktuell der weite Tabellenplatz zusteht. Stier des Spiels wurde dieses Mal Justin Wolf. Mit acht Toren, davon vier Siebenmetern und einer Quote von 89 Prozent hat er sich den Titel zu recht verdient. Am Samstag reisen die Handballstiere an die Ostsee und sind auf der Sonneninsel Usedom beim gleichnamigen Verein zu Gast. Das wird zweifelsohne eine Spitzenpartie zweier punktgleicher Mannschaften. Das gastgebende HSV-Team wird alles daran setzen, unsere Männer zu ärgern. Die gehen guten Mutes und mit Rückenwind der vergangenen Partie ins Spiel. Anpfiff ist um 19 Uhr. Barbara Arndt Raatz, Sarrach – Runge 4, Wolf 8/4, Präckel 1, Ivanytsia 2, Leśniak 4, Lübbert 2, Kortstegge 4, Müller 2, Grabow 3, Schwaß 3, Åtting 7

Mecklenburger Stiere legen Durchmarsch hin

Yannick Raatz parierte ein Ding nach dem anderen und erreichte eine Traumquote von über 50 Prozent. Foto Dietmar Albrecht Die Mecklenburger Stiere haben den Samstagabend mit etwas Glanz versehen. In eigener Halle bezwang die Mannschaft des Trainergespanns Michael Gutsche und Wolfgang Heuer den Ludwigsfelder HC mit 33:16 (14:5) und zeigte eine weitgehend konzentrierte, in Offensiv- und Defensivarbeit sehenswerte Leistung. Diese wurde von 482 begeisterten Zuschauern gefeiert. Die Gastgeber wollten es wissen. Die Stiere standen kompakt in der Abwehr, zwangen die Gäste zu schwierigen Abschlüssen und nutzten ihre eigenen Chancen konsequent. Nach 14 Minuten war die Torausbeute mit sieben Treffern insgesamt noch recht mager, allerdings gab es auf Seiten der Gastgeber nichts zu bemängeln: Sie führten 7:0. Die Rand-Berliner fanden kaum Mittel gegen die Schweriner Defensive und scheiterten zudem zwei Mal von der Straflinie.Michael Gutsche befand, dass von vorne bis hinten und gleichermaßen vorne und hinten ziemlich viel gut lief. „Die Jungs haben eine Menge umgesetzt von dem, was wir uns vorgenommen hatten.“ Das galt insbesondere für ein Plus an Geduld, welche den Stieren nicht immer vergönnt ist. Besonders Torhüter Yannick Raatz kam gut in die Partie und nahm die Arbeit seiner Abwehr dankend an. Er sollte im Laufe dieses Spiels zur Höchstform auflaufen.Nach ihrer ersten Auszeit kamen die Gäste zwar besser ins Spiel und verkürzten auf 3:9. Die Stiere zeigten sich unbeeindruckt, warteten mit hoher Intensität auf und legten nach. Mit einer für modernen Handball eher ungewöhnlichen14:5-Führung ging es in die Kabine. Auch nach Wiederanpfiff änderte sich das Bild nur wenig. Die Gäste mühten sich, erzielten jedoch nur Ergebniskosmetik. Tim Schwaß stieg ins Geschehen ein und suchte die Verantwortung im Abschluss. Das gelang ihm passabel. In vergleichsweise kurzer Zeit netzte er sieben Mal ein und half seinem Team, den Vorsprung kontinuierlich wachsen zu lassen. Es blieb bei sehenswerter Abwehr und auch der Torhüter der Stiere ließ nicht nach. In der Schlussminute machte Niklas Kortstegge mit seinem achten Treffer den Sack zu. Der 33:16-Erfolg war mehr als gerechtfertigt. Zur guten Defensive brachten die Gastgeber auch eine anständige Chancenverwertung auf die Platte. In Summe bringt das Resultat die Mecklenburger Stiere auf Platz 3 der Tabelle. „Stier des Spiels“ beim beliebten Zuschauer-Ranking wurde übrigens – man ahnt es bereits – Yannick Raatz mit 83,02 Prozent der abgegebenen Stimmen. Glückwunsch, Raatzer, zu 20 Paraden und einer Quote von über 50 Prozent – grandios! Die nächste Partie ist erneut ein Heimspiel, dann geht es – wieder am Familien freundlichen Sonntagnachmittag um 16 Uhr – gegen die TSG Lübbenau 63, die aktuelle auf Rang 11 der Tabelle platziert ist. Barbara Arndt Raatz, Sarrach – Runge 5, Wolf 5/2, Präckel 1, Lübbert, Kortstegge 8, Müller 2, Grabow 2, Sickert 2, Schwaß 7, Åtting 1

Wurfstark von vielen Positionen

Jonathan Åtting verfehlte den letzten Treffer und damit eine zweistellige Torezahl. Er steuerte stolze neun Tore bei. Foto: Dietmar Albrecht Mecklenburger Stiere gewinnen zweites Heimspiel gegen Blau-Weiß mit 41:29 (20:14) Die Handballstiere haben einen Durchmarsch hingelegt. Zugegeben: nicht von Anfang an. Dennoch dominierten sie die Partie gegen die Spielvereinigung Blau-Weiß Berlin und machten am Ende einer rasanten Partie den Sack zu. 70 Tore konnten die etwas mehr als 500 Zuschauer erleben. Dazu starke Abwehrarbeit, sehenswerte Spielzüge und Trefferglück von verschiedensten Postionen. Grund zu grenzenlosem Jubel gibt es nicht. Zu viele Fehler, manches Abstimmungsproblem und immer wieder Abläufe, die längst in die Mottenkiste gehören – es gibt auch dieses Mal Dinge aufzuarbeiten.Doch zum Spiel. Das begann aus Sicht der Gastgeber mit einigen Anlaufschwierigkeiten. Ein junges Team aus Berlin setzte auf das eigene Konzept, welches den Mecklenburger Stieren so gar nicht lag. „Ein unangenehmes Spiel“ sollte Trainer Michael Gutsche später einschätzen. Schon nach ein paar Minuten gestatteten die Hausherren ihren Gästen eine erste Führung (2:3, 5.). Ein paar Minuten später fiel der Ausgleich, fortan übernahmen die Stiere und setzen sich beharrlich ab. Noch vor Ende der ersten Halbzeit bauten sie ihren Vorsprung auf acht Treffer aus (20:12, 27.). In die Kabine ging es mit versöhnlichem Pausenstand (20:14). Auch in der folgenden Spielhälfte gab es Situationen, die überflüssig waren. Mit solidem Vorsprung ließen die Stiere zu oft die nötige Geduld beim Abschluss vermissen. Richtig schöne Spielszenen waren zu sehen, auch solche, die noch besser etabliert werden müssen, wie beispielsweise das Anspiel an den Kreis. Die Torhüter Janis Sarrach (1. HZ) und Yannick Raatz (2. HZ) machten einen soliden Job und erfreuten die Zuschauer mit einigen sehenswerten Paraden. Zm Ende stand ein verdienter Erfolg auf der Anzeigetafel. Zwei Youngster bekamen in dieser Partie Gelegenheit, sich zu zeigen: Joaquim Grabow und Jesse Sickert machten ihren Sache gut, bewiesen Einsatzfreude und Kampfgeist. In beiden steckt Potenzial, schätzte Michael Gutsche ein. Das Publikum hatte auch diesbezüglich Grund zur Freude: bei erfahrenen Akteuren ebenso wie den ganz jungen. Das ganze Team tritt am Samstag erneut zum Heimspiel an. Dann geht es um 18.30 Uhr definitiv härter zur Sache. Und zwar gegen den Ludwigsfelder HC. Barbara Arndt Geißler, Raatz, Sarrach – Runge 5/1, Wolf 8, Präckel 1, Lübbert 4, Kortstegge 3, Müller 1, Grabow 2, Sickert 4, Schwaß 4, Åtting 9

Bittere Niederlage bei HC-Youngstern

Malte Runge rief erneut eine starke Leistung ab. Archivbild: Dietmar Albrecht Nach starkem Start der Handballstiere bleiben die Punkte beim 29:28 (13:14) in Rostock Ist es die Halle? Ist es die Mannschaft? Ist es der Druck, den das Empor-Derby erzeugt? Irgendwie scheint den Mecklenburger Stiere die junge Mannschaft der Hansestadt nicht zu liegen. Nach zwei verlorenen Spielen in der vergangenen Saison unterlagen die Schweriner am Samstagabend zu später Stunde erneut und zwar denkbar knapp mit 28:29 (14:13). Das schmerzt besonders, weil die Gäste einen sauberen Start hingelegt hatten. Sie führten zwischenzeitlich mit vier Toren. Malte Runge sorgte schnell für Treffer und damit den guten Einstieg seiner Mannschaft. Bis zur Halbzeit (13:14) hatte er bereits fünf Mal eingenetzt. Da die Rostocker ihren Gästen auf den Fersen blieben, war die Partie zu diesem Zeitpunkt komplett offen. Die Hausherren kamen offensichtlich besser aus der Kabine. Sie nutzten eine kleine Schwächephase der Stiere und gingen in kurzer Zeit 18:15 in Führung. Die Partie nahm an Intensität zu, die Rostocker Youngster wollten nichts anbrennen lassen und zogen auf 25:20 davon. Sie hatten jedoch nicht mit dem Kampfgeist der Stiere gerechnet: Über Bahne Lübbert, Ole Präckel und Jonathan Åtting setzten sie ihre Aufholjagd in Gang. Neuzugang Jesse Sickert verkürzte zum 27:25 (54.) und läutete eine umkämpfte Schlussphase ein, in der Kapitän Niklas Kortstegge den Anschlusstreffer lieferte (28:27, 59.). Eine zu diesem Zeitpunkt bedauerliche Zeitstrafe für Jonathan Åtting mit Strafwurf für die Hanseaten gewährte diesen erneut einen 2-Tore-Vorsprung. Tim Schwaß korrigierte in der Schlusssekunde zum 29:28. Trotz weitgehend starker Leistung verpassen es die Schweriner, im zweiten Spiel der Saison ihr Punktekonto aufzupolieren. Am kommenden Sonntag, 20. September, laden die Mecklenburger Stiere dann wieder zum Heimspiel ein. Dieses Mal am familienfreundlichen Sonntag um 16 Uhr. Zu Gast ist das Team der Sp.Vg. Blau-Weiß 1890 aus Berlin. Raatz, Sarrach –  Runge 5/2, Fröbel, Wolf 2, Präckel 1, Lübbert 5, Fick, Kortstegge 5/1, Müller 2, Grabow, Sickert 3, Schwaß 3, Åtting 2

Saisonauftakt mit zwei Punkten

Stiere jubeln

Glücklich, aber auch verdient: Die Handballstiere feierten ihren ersten Saisonerfolg. Foto: Dietmar Albrecht Mecklenburger Stiere gewinnen gegen Aufsteiger vom Ribnitzer HV 35:34 (16:19) Der erste Spieltag einer neuen Saison hält vieles bereit: Neugier, Spannung und Vorfreude, aber auch Aufregung, Ungewissheit und Anspannung. All das zeigte sich beim Heimauftakt der Mecklenburger Stiere, die mit dem Aufsteiger Ribnitzer HV eine Art Wundertüte empfangen haben. Klar war im Vorfeld, dass sich das Team umfassend und gut verstärkt hatte mit Akteuren, die Vier-Liga-Niveau mitbringen. Zu erwarten war auch, dass eine Mannschaft kommt, die emotionsgetragen gern den einen oder anderen Pflock in der neuen Spielzeit einschlagen will. Und warum nicht gleich beim ersten Derby? „Diese Partie war das erwartet schwere Spiel. Die Ribnitzer überzeugten mit guter Einstellung. Sie haben uns gefordert“, schätzt Stiere-Coach Michael Gutsche nach Abpfiff ein. Seine Männer legten rasant los und schienen gut eingestellt. Auch eine von Anfang an teils robuste defensive der Gäste schreckte zunächst nicht ab. Es ging zur Freude der 537 Zuschauer überzeugend ins Spiel (5:2, 5.; 7:4, 7.).Unerwartet stellten sich dann einige Fehler ein. Um genau zu sein: einige Fehler zu viel. Folgerichtig brachten sich die Gäste in Position, glichen innerhalb eines Vier-Tore-Laufers aus (10:10, 15.) und setzten sich gleich noch auf zwei Tore ab. Auch eine direkte Rote Karte gegen Fabian Hassmann nach einem Foul an Malte Runge brachte das Spielkonzept der Bernsteinstädter nicht durcheinander. Es gelang den Liga-Debütanten, auf vier Treffer davonziehen (11:15, 22.).Bei den Stieren kam auch noch etwas Pech dazu. Sie liefen ihren Kontrahenten phasenweise regelrecht hinterher, die ihrerseits ordentliche Lösungen fanden. Sie stellten die Schweriner immer wieder vor Aufgaben, mit denen die Hausherren zu tun hatten. Bis zur Halbzeit gelang der Heimmannschaft nur eine geringfügige Korrektur des Zwischenstandes von 16:19 – unter anderem durch eine insgesamt gute Torhüterleistung von Yannick Raatz und einen Überraschungstreffer von Youngster Joaquin Grabow ins leere Tor der Gäste. „In die zweite Halbzeit sind wir dann besser gestartet“ schätzt Michael Gutsche ein. Nach sechseinhalb Minuten hatten die Gastgeber ausgeliehen. Der weitere Verlauf darf getrost als „auf Augenhöhe“ betrachtet werden. Es gab Chancen für beide Teams, den Punktegewinn für sich zu entscheiden. Als vorteilhaft erwies sich trotz zweier verletzter Spieler die Breite des Schweriner Kaders. Zum Ende hin konnte Michael Gutsche daher auch entspannt umstellen.Schön anzusehen war, dass die Stiere trotz „Personalwechsels“ auf Zusammenspiel und einen großen Aktionsradius setzen. Potenzial ist da, es muss allerdings besser abgerufen werden. Nach 60 Minuten hatten die Mecklenburger Stiere nicht unverdient, aber doch mit gut Glück die Nase vorn. Ihrem Publikum boten sie mit dieser sehr spannenden Partie einen gelungenen Einstieg: viele Emotionen, sehenswerte Aktivitäten und am Ende den viel umjubelten Sieg. Für sich selbst nehmen sie in die neue Trainingswoche sicher manche Erkenntnis mit. Bereits am Sonnabend steht die erste Auswärtspartie an. Erneut wird zum Derby geladen. Dann beim HC Empor Rostock II in der Fiete-Reder-Halle. Anpfiff ist um 20 Uhr. (ba) Geißler, Raatz, Sarrach –  Runge 9/3, Fröbel, Wolf 5, Präckel 3, Lübbert 2, Fick, Kortstegge 3, Müller 6, Grabow 1, Sickert, Schwaß 2, Åtting 4

Ab jetzt gibts Dauerkarten!

In etwas mehr als drei Wochen starten wir mit unserem ersten Heimspiel in die neue Saison. Wir freuen uns riesig. Dauerkarten für die Tribüne (oben) können ab sofort online erworben werden. Dazu einfach hier klicken. Entscheidet euch schnell: Bis zum 25. August könnt ihr euren Lieblingsplatz auswählen. Ab dem Folgetag werden alle noch verfügbaren Plätze auch für den Erwerb von Einzelkarten angeboten. Ihr profitiert wie gewohnt von den besonderen Konditionen. Die Preise bleiben unverändert. Also: Sichert euch jetzt eure Dauerkarte! Ein Hinweis für die Plätze unten: Plätze auf den mobilen Tribünen am Spielfeldrand stehen nur für Handballfreunde zur Verfügung, die hier bereits eine Dauerkarte haben. Diese werden in der Geschäftsstelle erneuert.

Weitere Verstärkung im Rückraum

Mecklenburger Stiere verpflichten mit Felix Fick sehr guten Torschützen aus Regionalliga Die neue Saison rückt näher und damit auch das Thema Mannschaftsentwicklung. „Wir freuen uns sehr, eine weitere Verpflichtung bekannt geben zu können. Im linken Rückraum und auf Rückraum Mitte holen wir mit Felix Fick eine gute Verstärkung in unser Team“, sagt Stiere-Geschäftsführer Mathias Wächter. „Vor allem Erfahrung und Konstanz sind ein Thema, welches Felix unserem Team voraus hat. Er hat uns beim Probetraining überzeugt – sportlich und mit guten Entscheidungen. Auch körperlich wird er der Mannschaft helfen“, schätzt Headcoach Michael Gutsche ein. Der 30-jährige knapp zwei Meter große Spieler kommt direkt vom bisherigen Liga-Kontrahenten SV Warnemünde, für den er in der zurückliegenden Saison 105 Treffer erzielt hat und damit zu den Top-25-Torschützen der Regionalliga zählte. „Ich bin froh, bei den Stieren weiterhin Handball auf hohem Niveau spielen und dieses Engagement mit meinem Beruf und meiner Beziehung in Schwerin wunderbar vereinen zu können“, sagt Felix, der sein Referendariat abgeschlossen hat und nun als Lehrer für Sport und Geschichte an einem Schweriner Gymnasium unterrichten wird. Kurioserweise hat Felix in Geesthacht mit dem Handballspielen begonnen – genauso wie der bisherige Stiere-Kapitän Matti Wagner. Zum Studium zog es den Sportbegeisterten nach Rostock. Jetzt freut sich Felix auf die tolle Atmosphäre bei den Schweriner Heimspielen: „Ich habe Lust, mich hier bestmöglich einzubringen und das Projekt Aufstieg mit zu gestalten.“ Als entspannter und verlässlicher Mensch übernimmt der Neuzugang mit der Trikotnummer 22 gern Verantwortung. Er hatte sich zurückliegend im Mannschaftsrat engagiert und gern auch organisatorisch fürs Team eingebracht. (ba)

Aufsteiger besiegt!

Torhüter Yannick Raatz

Yannick Raatz riss das Ruder rum und trug mit seinen Paraden in der zweiten Halbzeit zum Gewinn des letzten Saisonspiels bei. Archivfoto: Dietmar Albrecht Mecklenburger Stiere ringen HV GW Werder zwei Punkte ab und gewinnen 32:34 (20:16) Die Mecklenburger Stiere können Highlightspiele. Das haben sie mit dem Sieg gegen den aktuellen Meister und Aufsteiger HV Grün-Weiß Werder erneut gezeigt. Das besondere daran: Es war kein Durchmarsch. Vielmehr konnten die Männern den Spieß umdrehen und am Ende mit 34:32 gewinnen. Die Mecklenburger Stiere bringen ihre Saison versöhnlich zu Ende. Der Sieg beim Meister und Aufsteiger in Werder ändert zwar nichts mehr am sechsten Tabellenplatz. Dennoch haben die Schweriner Männer um Headcoach Michael Gutsche noch einmal aufgetrumpft und bewiesen, dass sie auch in vermeintlich schwierigen Situationen die Nerven behalten und den Teamgeist beschwören können. Eine Niederlage gegen den Tabellenführer, der sich ausgerechnet am letzten Spieltag gegen die Schweriner den ersten Punktverlust in eigener Halle einfing, wäre akzeptabel gewesen. Vielleicht brauchen die Jungs einfach den Druck, gegen Spitzenreiter zu spielen, um über ihre Grenzen zu gehen. Zwei großartige Partien gegen den Tabellenzweiten aus Cottbus sprechen ebenfalls dafür. Doch zum Spiel am Samstag. Das fing gar nicht so erfolgversprechend an. „Wir sind nicht gut reingekommen in die Partie“, räumt Michael Gutsche ein. Die Hausherren übernahmen das Ruder und setzten sich sukzessive ab (10:5, 12.; 13:8, 20.). Die Worte des Trainers in der Auszeit fruchteten nicht. Im Verlauf konnten die Gäste Boden gut machen (16:14, 25.) – sehr wichtig für die Motivation. Bis zum Kabinengang holten sich die Werderaner jedoch ihren komfortablen Vorsprung zurück (20:16). Der wuchs sogar noch weiter an: Beim 27:22 (40.) rief Michael Gutsche seine Stiere erneut zu sich. Diesmal erreichte die Botschaft ihre Adressaten. Das Spiel bekam eine Wendung. Zehn Minuten später hatten die Handballstiere beim 29:29 den Ausgleich erzielt. Die erste Führung, abgesehen vom Auftakttor von Matti Wagner in der ersten Spielminute, folgte in der 53. Minute. Fortan hatten die Mecklenburger Stiere Oberwasser. Malte Runge erhöhte in der 56. Minute mit seinem zwölften Treffer gar zum 30:33. Der, vor allem durch eine deutlich bessere Performance in den letzten 20 Minuten errungene Gewinn beider Punkte beim Spielstand von 32:34 geht mehr als in Ordnung. Ein letztes Mal durften sich die Stiere in dieser Saison in der Regionalliga Ostsee-Spree gebührend feiern. Auf geht’s zum Promo-Spiel in LeezenAm Dienstag, 12. Mai, begeistern die Schweriner Handballmänner ihre Fans noch einmal in der Region: und zwar beim Promo-Spiel in Leezen. Anwurf gegen das Team der SG dort ist um 18.30 Uhr. Mit von der Partie mit lauter Mucke und guter Laune sind Hallensprecher Alexander Geese und Handballstier BULLI. Die Gastgeber bereiten einem abendlichen Imbiss vor. Der Grill steht schon bereit. (ba) Raatz, Sarrach – Runge 12, Fröbel, Linke, Wolf 3, Ivanytsia 1, Lübbert 2, Finkenstein 2, Wagner 4, Kortstegge 1, Müller 4, Christ , Schwaß, Gieratz

Derbysieg verschenkt!

Matti Wagner

Kapitän Matti Wagner verabschiedete sich mit fünf Treffern vom Heimpublikum. Foto: Dietmar Albrecht Mecklenburger Stiere starten stark und unterliegen später den Youngsters aus Rostock mit 33:37 (20:16)
 Große Emotionen, viel Dankbarkeit, ein interessantes Derby, beim dem die Gastgeber sich den Faden aus der Hand nehmen ließen: Das letzte Heimspiel der Mecklenburg Stiere war vor 700 Zuschauern ein grandioses Event. Leider fehlte das i-Tüpfelchen, welches die Gastgeber eigentlich auf eine packende Begegnung hätten setzen können. Die Spielstätte restlos ausverkauft, Medaillen und Ehrungen für erfolgreiche Jungstiere und dann auch noch Derby gegen die Youngsters vom HC Empor. Beide Teams legten mit hohem Tempo los. Allein in den ersten drei Minuten fielen sechs Treffer – drei für jedes Team. Dafür mussten die 700 frenetisch feiernden Zuschauer dann weitere drei Minuten auf das nächste Tor (3:4, 7.) warten, welches eine erste Führung für die Gäste aus der Hansestadt bedeutete. Die Mecklenburger Stiere ließen sich nicht schrecken. Sie stellten eine gute Abwehr, der Drang zum Rostocker Tor war zu spüren. Sobald ein Ball im Netz zappelte, tobte die Halle. Umso mehr, da sich die Gastgeber mit einem Lauf absetzen konnten (8:6, 14.; 12:7, 16.). Bis zur Halbzeitpause lief es gut (20:16), auch Janis Sarrach im Tor bekam die Bälle besser an die Hand. Der echte Bruch im Spiel kam in dieser Partie nicht erst in der 40., 41. Minute (24:24). Eine doppelte Unterzahl zu Beginn der zweiten Runde störte den Plan der Gastgeber merklich. „Den Rostockern gelang es ranzukommen. Sie starteten in eine aus ihrer Sicht deutlich bessere zweite Hälfte“, bemerkte Stiere-Coach Michael Gutsche nach der Partie. Während die Gäste geduldiger waren und fokussierter auftraten, verfielen die Handballstiere in Muster, die sie eigentlich nicht hatten abrufen wollen. Die Männer erzwangen Abschlüsse, nahmen sich vorschnell Entscheidungen. Pässe verfehlten ihr Ziel, die Beine waren nicht mehr schnell genug. „So konnten die Youngsters mit weniger Druck leichter aufspielen, während wir ins Hintertreffen gerieten. Es waren, wie schon in den zurückliegenden Wochen öfter mal, wieder Kleinigkeiten, aber davon zu viele. Reden müssen wir definitiv über eine so große Zahl an technischen Fehlern.“ Zum Ende hin drehten die Stiere, die sich niemals aufgegeben hatten, noch einmal auf. Sie kämpften sich von einem 5-Tore-Rückstand (25:30, 49.) zum Anschlusstreffer (30:31, 55.). Die Partie schien wieder offen. Auch noch in der 56. Minute beim Stand von 31:33. Vier Rostocker Tore in Folge entschieden das Spiel. Daniel Finkenstein war es am Ende vergönnt, mit einem Ehrentreffer den Endstand von 33:37 zu besiegeln und seine Handballlaufbahn zu beenden. Am kommenden Samstag steht die letzte Partie dieser Saison für die Handballstiere an. Sie reisen zum Tabellenersten und Aufsteiger nach Werder. Am 12. Mai begeistern sie ihre Fans noch einmal in der Region beim Promo-Spiel in Leezen. Anwurf dort ist um 18.30 Uhr. (ba) Raatz, Sarrach – Runge 3/1, Linke, Wolf 2, Ivanytsia 2, Lübbert 4, Finkenstein 1, Wagner 5, Kortstegge 5, Müller 4, Christ 1, Sickert, Schwaß 2

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