Stiere-Express mächtig in Fahrt

Parade von Yannick Raatz

Selbst mit geschlossenen Augen pariert Yannick Raatz vortrefflich. Foto: Dietmar Albrecht 34:19-Heimerfolg gegen Blau-Weiß 1890 Berlin Der Zug hat keine Bremse. Hat er nicht, wenn der Stiere-Express richtig rollt, dann gibt’s kein Halten mehr. Und wenn die Männer im Tor noch eine Fahrkarte nach der anderen knipsen – genau, dann ist Heimspielzeit in Schwerin. Am Sonntag war dies ein wahres Handballfest – mit einem 34:19-Erfolg (18:10) holten sich die Handballstiere ihren zweiten Tabellenlatz zurück.Nicht alle waren einsatzfähig, nicht alle hatten einen Sahnetag erwischt. Doch alle teilten von Anfang an Emotionen, präsentierten sich als Team und genossen den wirklich grandiosen Support von den Rängen, von wo 590 Zuschauer begeistert ihre Mannschaft von Tor zu Tor, und – wichtig! – von Parade zu Parade anfeuerten. Mit einer Ausnahme konnten sich alle Feldspieler in die Torschützenliste eintragen. Die Defensive überzeugte. Ein starker Innenblock mit Joel Müller und Niklas Kortstegge ließ die Berliner Aufsteigermannschaft nicht wirklich zur Torgefahr kommen. 19 Treffer sind eine selten magere Ausbeute. Chapeau an die beiden Männer im Schweriner Kasten: Sie leisteten einen deutlichen Anteil zu diesem Resultat. Und sie steuerten Glanzparaden bei, sehr zur Freude des Publikums. Das Spiel begann mit Ansage. Kapitän Matti Wagner übernahm und führte seine Mitspieler in die richtige Spur. Der Spielfilm machte Freude: 7:2 (12.) und 10:4 (18.) wurden von den Rängen und acht (!) Schweriner Trommlern gebührend gefeiert. Eine kurze Phase mit weniger Konzentration ließ Trainer Michael Gutsche die Auszeit nehmen. Die Ansprache zeigte Wirkung. Bis zum Halbzeitpfiff hatten die Handballstiere ihre Dynamik wieder etabliert und gingen mit 18:10 in die Kabine.Die zweite Halbzeit dominierten die Gastgeber deutlich. Joel Müller versenkte mit Wucht den Ball im Netz, am Ende hatte er neun Mal getroffen. Mit starkem Auftritt setzte sich Bahne Lübbert am Kreis in Szene und dann auch durch. Er buchte sechs Tore in seine Statistik. Daniel Leśniak krönte seine Bilanz mit einem Doppelschlag in nur zwölf Sekunden. Zur Crunchtime mischte sich ein wenig Hektik in die Partie, bevor die Mecklenburger Stiere zu einer rasanten Schlussphase ansetzten. „Wir haben die Partie verdient gewonnen. Es war unser Anspruch zu zeigen, dass wir die bessere Mannschaft sind. Insofern geht der Sieg auch in der Höhe völlig in Ordnung“, freute sich Headcoach Michael Gutsche. Er schätzte die Leistung seiner Mannschaft als gut ein. Ein paar Punkte wird er in der Auswertung anmerken, darunter wieder Situationen, die einfach nicht in Ruhe und sauber zum Abschluss gebracht wurden. „Es war schön zu sehen, wie sehr wir die Zuschauer mitgenommen haben. Insofern sind die Hausaufgaben mit Blick aufs nächste Heimsiel gemacht.“ Dann kommt der Ludwigsfelder Handballclub nach Schwerin. Anpfiff am Sonntag, den 2. November, ist wie gehabt um 16 Uhr. Barbara Arndt Raatz, Sarrach – Runge 3/2, Fröbel, Wolf 1, Präckel 1, Ivanytsia 3, Leśniak 5/1, Lübbert 6, Kortstegge 2, Wagner 3, Müller 9, Gieratz 1

Als Mannschaft triumphiert

Malte Runge beim Wurf

Malte Runge erzielt insgesamt 14 Treffer. Erneut erweist er sich mit fünf erfolgreichen Siebenmetern als Garant an der Straflinie. Archivbild: Dietmar Albrecht 33:30-Erfolg bei der TSG LübbenauDas Auswärtsspiel der Mecklenburger Stiere stand nicht unter dem besten Stern: Verletzungen, Erkältungen und dann auch noch zwei, drei Akteure, die nicht wie gewohnt performten, ließen nicht zwingend darauf schließen, dass zwei Punkte spielend leicht eingesammelt werden können. Am Ende gelang das doch recht eindrucksvoll. Die Schweriner gewannen 33:30 (13:15). Die Männer von Trainer Michael Gutsche taten sich recht schwer beim Start in die Partie. „Wir kommen zu langsam rein, treffen nicht, lassen mindestens eine Handvoll Freie liegen und schwächeln auch noch im Innenblock…“ Die Gastgeber nutzten das für eine kleine Führung und nötigten ihren Herausforderern nach einer guten Viertelstunde die erste Auszeit ab. Der Weckruf von Michael Gutsche musste noch etwas nachklingen – die TSG baute noch bis zum 11:7 in der 18. Minute aus. Die Umstellung der Defensive auf Manndeckung brachte die Stiere dann auf den richtigen Weg. Die Spreewälder fanden keine Antwort auf diese Veränderung, die Stiere retteten sich mit einem 13:15-Halbzeitstand in die Pause. Nach Wiederanpfiff präsentierten sich die Schweriner Handballmänner eindeutig als das bessere Team. Beide Torhüter zeigten sich in sehr guter Form. Malte Runge ließ es unentwegt im Kasten klingeln. Kapitän Matti Wagner (selbst mit sieben Treffern) inszenierte das Spiel, welches mit Geschlossenheit und Kampfgeist die Mannschaft in der 48. Minute zu einem 7 Tore-Vorsprung bringt. Der Erfolg war zum Greifen nah, die Schweriner ließen dann aber nach und brachten ihr Spiel nicht sauber zu Ende. „Es hätten gut und gern ein paar Treffer mehr sein können“, konstatiert der Headcoach. „Der Sieg war nie in Gefahr, aber es fehlte plötzlich an Cleverness. Einige ungute Entscheidungen wurden getroffen, Pässe verfehlten ihr Ziel, freie Bälle blieben liegen, der Angriff ließ hier und da an Überzeugung missen – es war gerade so, als fühlten wir uns schon zu sicher.“ Michael Gutsche schätzt auch ein, dass all die genannten Dinge einzeln und in Summe nichts Dramatisches ausmachen. Aber in manch anderem Spiel sind es genau die Fehler, die sich spielentscheidend auswirken. Insofern gibt es neben den beiden wertvollen Punkten viele Erfahrungen aus dem Spiel gegen die TSG Lübbenau. Und die Freude über den ersten Auswärtssieg der Saison… Anzumerken bleibt noch, dass die Spieler dieses Mal in besonderer Form gefordert waren: Es gab keine Hallenuhr. Und das ist alles andere als komfortabel für die Akteure auf der Platte. „Der Rhythmus gerät in Gefahr. Wenn man nicht einschätzen kann, ob noch acht oder nur noch drei Minuten auf der Uhr sind, fehlt das Gefühl für das Tempo. Gas geben oder runterspielen – und jeder tickt da anders… Das macht es kompliziert.“ Insofern hat die Mannschaft ihren Job wirklich gut gemacht und sich zurecht gefeiert. So darf es weitergehen. Die nächste Partie gegen die Blau-Weißen aus Berlin findet vor heimischem Publikum statt. Anpfiff am Sonntag ist um 16 Uhr. Barbara Arndt Raatz (1), Sarrach – Runge (14/5), Fröbel, Wolf (2), Präckel (2), Ivanytsia (3), Lesniak, Lübbert (2), Kortstegge (1), Wagner (7), Müller, Gieratz (1)

Michael Gutsche verlängert als Erster

Headcoach Michael Gutsche

Die Mecklenburger Stiere verkünden stolz die erste Verlängerung für die Spielzeit 2026/27: Es ist der Cheftrainer, der ein Zeichen setzt. Michael Gutsche, der die erste Männermannschaft des Schweriner Traditionsvereins erst zur Vorbereitung der laufenden Saison übernommen hatte, plant mit den Handballstieren ein weiteres Jahr.„Es macht Spaß, mit den Männern zu trainieren. Innerhalb kurzer Zeit sind Entwicklungen zu sehen. Die Ergebnisse sind besser geworden. Ich fühle das Potenzial, das in vielen Spielern steckt“, sagt Michael Gutsche. Der Coach räumt ein, dass es noch Zeit und Geduld braucht. Die bestmögliche Platzierung bleibt für die aktuelle Spielzeit sein Ziel. Doch eines steht fest: Er will mit den Handballstieren den Aufstieg perfekt machen. „Für Platz 6 ist mir meine Zeit zu schade“, sagt „Micha“ Gutsche. Hinter dieser Aussage steht der absolute Wille, wirklich das Beste zu erreichen und dafür mit den Stieren hart zu arbeiten. „Wir freuen uns sehr, dass Micha den Anstoß für die anstehenden Planungen gegeben hat. Er ist für uns der optimale Trainer mit einer starken Wirkung auf die Mannschaft“, sagt Geschäftsstellenleiter Mathias Wächter. (ba)

Handballstiere grüßen vom 2. Tabellenplatz

Janis Sarrach im Tor

Janis Sarrach lieferte eine tolle Leistung ab. Unterstützt von der eigenen Abwehr, konnte er seinen Kasten relativ sauber halten. Chapeau! 32:21-Erfolg gegen HC Vorpommern-Greifswald im zweiten Heimspiel Das hat Freude gemacht! Die Mecklenburger Stiere katapultieren sich mit ihrem erneuten Heimerfolg auf Platz 2 der Tabelle – eine schöne Momentaufnahme. Knapp 600 Zuschauer feiern ein Handballfest, indem zwei Teams zeigten, dass sie ihr Handwerk verstehen. Den Gastgebern gelingt das am Ende mit Abstand besser. Sie gewinnen 32:21 (15:10) und zeigen, dass sie als geschlossene Einheit auftrumpfen können. Aufsteiger hin oder her: Es hatte sich mit dem HC Vorpommern-Greifswald ein starkes Team angekündigt, welches mit 6:0-Punkten eine Glanzleistung zum Saisonauftakt hingelegt hatte. Leider etwas erkältungsgeschwächt kamen die Hanseaten in Schwerin an. Sie spielten gegen den Favoriten dieser Partie beherzt auf, das Spiel begann druckvoll und mit rasantem Tempo. Nach einer frühen Auszeit von Trainer Gunnar Jasmann (7:3, 10.) sortierten sich die Gäste und verkürzten gleich zwei Mal auf einen Abstand von zwei Treffern (9:7, 16.; 10:8, 21.). Doch die Hausherren machten die Ansage im Spiel, enteilten auf sechs Tore Abstand und gingen recht komfortabel mit 5 Toren Abstand in die Halbzeit (15:10). Danach lief das Abwehrbollwerk der Stiere zu einer besonderen Form auf: Im Innenblock auf Kampfmodus abgestellt, rissen die Gastgeber ihr Publikum mit und steigerten die Stimmung in große Höhen. Von der Bank wurde jeder Erfolg fortan emotional gefeiert. Eine Welle der Begeisterung rollte durch die Halle. Nach knapp zehn Minuten der zweiten Halbzeit war der Gamechanger da: Die Stiere konnten auf 21:13 davon eilen. Sie trieben ihren Run weiter. Sehenswerte Aktionen von Malte Runge (sieben Treffer, davon alle drei von der Straflinie), Daniel Leśniak mit 5 sehenswerten Toren und einem Einsatz über alle Positionen hinweg gaben dem Stiere-Express Dampf auf die Turbine. Mit 32:21 fuhren die Gastgeber ein verdientes Ergebnis ein. Michael Glutsche bescheinigt seinen Spielern eine starke Abwehrleistung über das fast gesamte Spiel. „Anfangs hatten wir für kurze Zeit so ein bisschen den Faden verloren. Aber insgesamt hat die Abwehr unseren Torwart stark gemacht“, schätzt der Headcosch nach der Partie ein. Für wahr. Janis Sarrach hat seinen Job wirklich gut gemacht. Über 60 Minuten wehrte er ab, was möglich war, und parierte auch zwei der insgesamt zehn Siebenmeter der Gäste. „Manchmal hat der Motor noch etwas gestottert“, findet Michael Gutsche ein passendes Bild. Aber das passierte erfreulicherweise nicht so oft. Insofern ist eine Weiterentwicklung zu sehen, auf die die Männer und auch das Trainerteam der Handballstiere durchaus stolz sein können. Die nächste Partie haben die Mecklenburger Stiere in Lübbenau zu absolvieren. Danach, am 26. Oktober, gibt es das nächste Heimspiel. Es geht dann gegen die Blau-Weißen aus Berlin. Anpfiff ist wie gehabt um 16 Uhr. Barbara Arndt Sarrach – Runge 7/3, Fröbel 1, Linke, Wolf 3, Präckel 1, Ivanytsia 3, Leśniak 5, Lübbert 2, Finkenstein 1, Wagner 2, Kortstegge, Grabow, Müller 5, Christ 1, Gieratz 1

Stiere holen Punkt in Berlin!

Matti Wagner in Aktion

Matti Wagner rettete für die Stiere einen wichtigen Punkt in Berlin. Archivbild: Dietmar Albrecht Was für ein Krimi in der Hauptstadt! Die Mecklenburger Stiere holen bei BFC Preussen in allerletzter Sekunde noch einen wichtigen Punkt – dank Kapitän Matti Wagner, der eiskalt Verantwortung übernahm und den entscheidenden Siebenmeter verwandelte. Dabei sah es zu Beginn nicht unbedingt nach einem Happy End für die Stiere aus – Mikà Fröbel, Tim Schwaß, Ole Präckel, Joel Gieratz, Demian Linke und Max Kahl fehlten dem Team von Michael „Micha“ Gutsche! Die Mannschaft tat sich schwer, ins Spiel zu finden, lag immer wieder zurück und musste zudem einige Zwei-Minuten-Strafen hinnehmen. Besonders bitter: Unser Routinier und Innenblockspieler Daniel Finkenstein sah nach einer normalen Abwehrarbeit sogar die Rote Karte. Janis Sarrach im Tor bot Rückhalt, hielt die Mannschaft mit starken Paraden im Spiel und gab der Mannschaft neuen Mut. Durch clever ausgespielte Angriffe erkämpften sich die Männer zur Pause eine knappe Führung (14:15). Der Start in die zweite Hälfte ging dann allerdings an die Gastgeber – nach 14 Minuten war die Führung der Stiere beim Stand von 23:22 dahin. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem sich beide Teams nichts schenkten. Mal lag der BFC vorn, mal die Stiere – Spannung pur bis in die Schlussphase. Dann die Schlüsselszene: Malte Runge tankte sich in den letzten Sekunden stark durch, wurde jedoch unfair gestoppt – die Folge: Rot für Berlin und Siebenmeter für die Stiere! Die Halle tobte, die Uhr war abgelaufen – und Kapitän Matti Wagner trat an. Mit voller Überzeugung jagte er den Ball ins Netz und lies dem gegnerischen Torhüter, der den Schwerinern am Ende leider des Öfteren im Weg stand – keine Chance! Dadurch sicherte Matti den verdienten Auswärtspunkt in Berlin! Am Ende fühlt es sich fast wie ein Sieg an: ein Punktgewinn mit dem Endstand des 29:29, der Selbstvertrauen gibt und zeigt, dass die Stiere bis zum Schluss kämpfen. Jetzt gilt der volle Fokus auf das nächste Heimspiel gegen den Aufsteiger HC Vorpommern-Greifswald. Die Partie wir am Sonntag (5. Oktober) um 16 Uhr angepfiffen. JS Raatz, Sarrach – Runge 6/2, Wolf 1/1, Ivanytsia 4, Leśniak 6, Lübbert 1, Finkenstein, Wagner 8, Kortstegge, Müller 1, Christ 2  

Das eigene Spiel gut durchgebracht

Daniel Lesniak beim Torwurf

Daniel Leśniak traf und traf und traf. 11 Mal brachte er den Ball in teils spektakulärer Weise im Kasten unter. Foto: Barbara Arndt Ein Blitzstart mit zwei Treffern in genau 60 Sekunden brachte die Mecklenburger Stiere nicht nur in Führung, sondern die 450 Zuschauer auch sofort in die richtige Heimspiel-Stimmung. Malte Runge und Daniel Leśniak – am Ende mit jeweils 11 Treffern erfolgreich – schalteten einen Gang ein, dem zunächst noch nicht alle Mannschaftskameraden folgen konnten. So ließen die Gastgeber ihren Kontrahenten ins Spiel kommen und in der neunten Minute erstmals die Führung übernehmen (3:4). Die Männer des Aufsteigerteams setzten sich zwei Mal auf zwei Tore ab (3:5 und 4:6, jeweils 10.). Dann war die kurze Lethargie der Handballstiere vorbei. Mit hohem Tempo, guter Defensive und Torwartleistung bauten die Schweriner ihren Vorsprung aus und gingen mit 19:15 in die Kabine. Auch die zweiten 30 Minuten ließen anfangs den Schwung missen, den die Stiere kurz zuvor gezeigt hatten. Aber nur kurz, dann schalteten alle in den Turbo. Getragen von einem begeisterten Publikum dominierten die Handballstiere die Gäste aus dem Brandenburgischen. Sie spielten sie regelrecht müde, quasi bis die Luft raus war auf der anderen Seite. Den Ball stibitzen und im Netz zappeln lassen – ein ums andere Mal zeigten die Jungs von Michael Gutsche, Co-Trainer Kevin Bartz und Betreuer Wolfgang Heuer Spielfreude, eine gute Ausführung und vor allem mannschaftliche Geschlossenheit: Es gibt nicht allzu viel kritisch anzumerken. Die Zahl technischer Fehler kann immer geringer ausfallen, schmunzelt der Headcoach. Er attestiert seinen Schützlingen, den Zuschauern ein schönes Spiel geboten zu haben. „Wir haben durchgängig versucht, der Partie unseren Stempel aufzudrücken. Und das gelang recht gut. Es gab natürlich ein paar Fehlentscheidungen und jeweils zu Beginn der Halbzeiten auch Phasen, die wir ein bisschen verpennt haben.“ Dessen ungeachtet hätten die Männer einen weiteren Schritt nach vorn gemacht. „Da kann man zufrieden nach Hause gehen“, fügt der Coach an. Und wie er sind wohl alle Stiere-Fans zufrieden mit dem Ausklang des Wochenendes gewesen. Die Mannschaft wurde ordentlich gefeiert. Am Samstag geht es nach Berlin zum BFC Preussen. Um 18.30 Uhr wird die Partie in der Hauptstadt angepfiffen. Das nächste Heimspiel bestreiten die Mecklenburger Stiere am 5. Oktober. Es ist erneut ein Derby – dann gegen den HC Vorpommern-Greifswald. Der Aufsteiger hat bisher einen starken Auftritt hingelegt und seine ersten beiden Spiele gewonnen. Barbara Arndt Raatz, Sarrach – Runge 11/4, Fröbel 1, Wolf 2, Ivanytsia 2, Leśniak 11, Lübbert 1, Finkenstein, Wagner 5, Kortstegge 1, Müller 4, Christ 1, Schwaß

Einen Punkt einfach verschenkt

Malte Runge setzt sich durch

Malte Runge glänzt in der Auftaktpartie mit 14 Toren. Foto: Barbara Arndt Mecklenburger Stiere starten mit 33:33 beim SV Warnemünde in die SaisonSo einiges hat sich verändert bei den Handballstieren. Zum Guten hin! Aber ein Momentum erinnerte beim Saisonauftakt an vergangene Spiele: Was eindrucksvoll beginnt, kippt irgendwann. Leider mit einem Punktverlust, der so gar nicht nötig gewesen wäre. 33:33 (15:20) hieß es nach einem fragwürdigen Spielende beim SV Warnemünde. Die Schweriner legen beim SV Warnemünde einen druckvollen Start hin und arbeiten sich temporeich eine komfortable Führung heraus. Mit schönen Kombinationen und einem starken Miteinander – auf der Platte und auf der Bank. Sie überraschen mit ungewohnt wirkender, fast durchgängiger offensiver Deckung und und zahlreichen Wechseln ihre Herausforderer und zwingen diese früh zur Auszeit. Trotz schmalen Kaders (ohne Innenblock!) steht in der 16. Minute beim 5:13 bereits ein Vorsprung von acht Toren für die Handballstiere auf der Anzeige. Sehr stark präsentieren sich – nicht nur in dieser Phase – Daniel Leśniak und Malte Runge, beide in den ersten 20 Minute jeweils mit fünf Treffern. Die kommen nicht vor ungefähr, sondern sind Ergebnis guter Assists. Yannick Raatz macht im Kasten eine gute Figur, erzielt sogar einen Treffer ins leere Tor. Mit einer soliden 15:20-Halbzeit-Führung freuten sich die mehr als 20 mitgereisten Fans auf Halbzeit 2. Doch die Gastgeber hatten offensichtlich in der Kabine die Taktik der Schwerin besprochen, kamen gestärkt aufs Spielfeld und nutzten nun gnadenlos die kleinen Fehler aus, die sich bei den Stieren vermehrt einschlichen. „Wir haben den Zugriff in der Abwehr verloren und die komfortable Führung zu schnell verschenkt“, analysiert Headcoach Michael Gutsche nach dem Spiel. Und das rächt sich ungemein. Die Schweriner geben in der 40. Minute (23:23) zum ersten Mal die Führung her. Sie fangen sich, es scheint wieder in die richtige Richtung zu gehen, als Malte Runge mit einem seiner insgesamt acht erfolgreichen Siebenmeter zum 21:24 (46.) ausbaut. Doch nichts ist in trockenen Tüchern. Fünf Minuten später gleichen der Warnemünder aus (28:28, 51.). Noch einmal ist es Malte Runge, der mit drei Toren in Folge erneut einen angenehmen Abstand markiert (28:31, 54.). Spannend, aber auch hektisch geht es weiter. Die Stiere führen 21 Sekunden vor Abpfiff mit einem Tor und befinden sich im Ballbesitz. Der Versuch, noch einen drauf zu setzen, scheitert mit einem Abpraller, der bei Warnemünde landet. Ein vermeintliches Foul von Justin Wolf wird mit Rot geahndet. Unabwendbar der Siebenmeter in dieser Spielphase. Damit war der Sieg weg und die Handballstiere konnten lediglich einen Punkt mit nach Hause nehmen. Headcoach Michael Gutsche findet für seine Jungs dennoch lobende Worte. „Sie haben alles gegeben und einen guten Eindruck hinterlassen. Vielleicht hat ein Quäntchen Glück gefehlt“, sagt er. „Einiges haben wir auch noch nicht so gut gemacht, wie ich es mir wünsche. Aber das ist nach einem Trainerwechsel nicht ungewöhnlich.“ Auch die mitgereisten Handballfreunde sahen einen deutlichen Schritt nach vorn, spürten das bessere Gefühl auf der Platte und sind voller Vorfreude auf das erste Heimspiel. Das wird am Sonntag um 16 Uhr gegen den Grünheider SV angepfiffen. Barbara Arndt

Jungstier erhält Vertrag bei Stieren

Mann in blauer Hummel-Poloshirt vor einem Mecklenburger Stiere-Logo

Die Handballstiere begrüßen einen weiteren Neuzugang: Mit Mika Fröbel bekommt der Schweriner Weg einen neuen Impuls. Mika spielt seit seinem achten Lebensjahr bei den Jungstieren Handball. Wertvolle Erfahrungen hat der 19-Jährige in zwei Spielzeiten in der Jugendbundesliga gesammelt. Auch bei den Mecklenburger Stieren absolvierte er bereits sein Debüt. „Ich freue mich über diese Anerkennung und sehe meinen ersten Vertrag als Wertschätzung für den erfolgreichen Weg, den ich bislang gehen konnte. Es ist eine Ehre für mich, von nun an mit den Männern zu spielen.“ Mika beginnt in Kürze übrigens seine Ausbildung zum Tischler bei unserem Sponsorpartner Adolf Kuhlmann GmbH & Co. KG.

Verkaufsstart für Dauerkarten 

Logo

Wir legen los: Ab sofort sind die Dauerkarten für die Heimspiele der Mecklenburger Stiere für die Saison 2025/26 erhältlich. Einmal online buchen und schon habt ihr für alle 13 Spiele euren Platz gesichert.  Das Gute daran:  🔸 ihr wählt euren Lieblingsplatz selbst aus 🔸 ihr habt beste Sicht auf das Spielfeld 🔸 ihr bekommt eine Partie als Bonus 🔸 ihr zahlt nicht mehr als in der vergangenen Saison Einfach hier auf der Homepage zum Reiter Tickets wechseln und so zum Buchungstool gelangen. Ihr könnt euch die Tickets zuschicken lassen oder in der Geschäftsstelle abholen.Hinweis: Inhaber einer Dauerkarte im Parkettbereich können diese für die neue Spielzeit ausschließlich in der Geschäftsstelle erwerben.Wir freuen uns auf euch und eine tolle neue Saison. Unsere Heimspiele finden weiterhin in der Sporthalle Hamburger Allee 240 statt. Anpfiff ist wie gewohnt sonntags um 16 Uhr. Und hier die Übersicht über unsere Heimspiele: 21.09.2025, Grünheider SV05.10.2025, HC Vorpommern-Greifswald26.10.2025, Sp. Vg. Blau-Weiß 189002.11.2025, Ludwigsfelder HC16.11.2025, SG Uni Greifswald/Loitz07.12.2025, SG OSF Berlin21.12.2025, HV Grün-Weiß Werder18.01.2026, SV Warnemünde01.02.2026, BFC Preussen15.03.2026, LHC Cottbus12.04.2026, TSG Lübbenau 6319.04.2026, HSV Insel Usedom03.05.2026, HC Empor Rostock Il

Neuzugang bringt Erfahrung mit

Porträt eines Mannes vor einem Schild mit Schriftzug und Logo

Mit Lubomir Ivanytsia holen sich die Mecklenburger Stiere eine ordentliche Portion Erfahrung ins Team. Der 35-jährige Slowake ist als Rechtsaußen und im Rückraum eine gute Ergänzung für die junge Schweriner Mannschaft. Lubomir hat in verschiedenen Clubs in der Ukraine, in Polen, in seiner Heimat und zuletzt in Island gespielt, war in der Jugend-Natio der Ukraine und als Nationalspieler für sein Heimatland im Einsatz. Mit seiner Frau und seinem kleinen Sohn ist er bereits in der Lebenshauptstadt Schwerin angekommen. „Wir freuen uns sehr über die Verstärkung. Herzlich willkommen bei den Mecklenburger Stieren!“ sagt Geschäftsstellenleiter Mathias Wächter.

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